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Jungfrauregion

Gesamthaft ist und bleibt das Gebiet von Grindelwald, Wengen und Mürren/Schilthorn (also die Jungfrauregion) mein bevorzugtes Skigebiet (im Berner Oberland). Das Highlight ist dabei das 2970 Meter hohe Schilthorn, damit auch der höchste Punkt im Top4-Verbund. Der Pistenbereich «Kanonenrohr» ist landschaftlich einzigartig und spektakulär, die Birg-Diretissima Piste mit 88% bietet auch für «Schwarzfahrer» genug Action. Problematisch sind dagegen die langen Wartezeiten an der Seilbahn an Weekends verbunden mit der Tatsache, dass ab Talstation Stechelberg 3x umgestiegen werden muss, bis man auf dem Schilthorn-Gipfel steht. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, das Schilthorn an Weekends zu meiden. Heikel kann zudem sein, dass der Seilbahn-Betrieb in höheren Lagen infolge starken Winden eingestellt ist oder dass die Talabfahrt ab Schilthorn infolge Lawinengefahr abschnittsweise geschlossen ist. Bei Idealbedingungen wie wir sie Mitte Februar 2019 vorfanden ist jedoch die Talabfahrt Schilthorn-Lauterbrunnen einzigartig, allerdings ist die Strecke im Normalbetrieb abschnittsweise nicht mit der berühmten Inferno-Abfahrt identisch und man muss 2x den Sessel nehmen, um die volle Länge absolvieren zu können. Macht man dies, so «vernichtet» man eine Höhendifferenz von 2500 Metern auf rund 14 Pistenkilometern.
Die Talseite Wengen wird primär charakterisiert durch die weltberühmte Lauberhorn-Abfahrt, die jedes Jahr Mitte Januar einen Höhepunkt im Skiweltcup der Herren darstellt. Wenn die Originalpiste freigegeben ist, kann man direkt selber erfahren, was die Weltcup-Athleten in gut 2 Minuten hinter sich bringen. Viele Ski- und Sessellifte bietet Wengen nicht, das Gebiet ist primär durch die Wengernalp-Bahn und die Seilbahn Männlichen erschlossen. Die Talabfahrt führt direkt ins Ortszentrum und endet wenige Meter vor der Bahnstation Wengen.
Die Pisten und Bahnen auf der Seite von Grindelwald sind zahlreicher, im Bereich Männlichen gibt es einige breite «Autobahnen». Die alte Männlichen-Gondel von Grindelwald-Grund her wird Ende Saison 2019 abgestellt bzw. im 2020 durch eine neue, leistungsfähige Gondel, die V-Bahn ersetzt, deren Bauarbeiten schon im Gange sind. Der eine Ast führt wie bisher auf den Männlichen, der andere wird direkt von Grindelwald-Grund in die Eigerwand erschliessen, wie sich das Ganze in der Praxis bewähren wird bleibt abzuwarten. Negativ in Grindelwald bleibt, dass die Talseite «First» nach wie vor schlecht erschlossen ist (Zug bzw. Bustransfer erforderlich).

Diretissima Birg Schilthorn
Diretissima-Piste bei Birg, im Hintergrund das Schilthorn.

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