Lange Etappe ins Wallis

Vevey

Nach einem Ruhetag geht es weiter mit meiner TdS in Richtung Wallis. Via Payerne rolle ich zumeist dem Flussverlauf der Broye folgend nach Lucens, wo ich die Talsohle verlasse. Schon kurz darauf erleide ich einen Vorderreifen Defekt, genau gesagt einen „Schleicher“, welchen ich an der prallen Sonne beheben muss und welcher mich mit allem (inkl. Verpflegung) 30 Minuten Zeit „kostet“. Weiter gehts in einem ständigen Auf und Ab auf vorwiegend sehr schmalen Nebenstrassen über die nächsten 30 Kilometer die Region Moudon passierend Richtung Genfersee. Bei Jongny (ob Vevey) endlich geht es nur noch abwärts, und zwar im Diretissima Stil auf einer steil abfallenden Strasse, welche einige schöne Ausblicke auf den Genfersee bietet. Erst Mitte Nachmittag erreiche ich das Zentrum von Vevey, wo ich mir einen kurzen Einkehrhalt genehmige. Weiter gehts der Hauptstrasse folgend (direkt am Seeufer ist keine effiziente Velofahrt möglich) durch das Verkehrschaos in Montreux, beim Château de Chillon mache ich zweimal kurze Fotostops. In Villeneuve zweigt endlich wieder eine Radroute von der Hauptstrasse ab, welche allerdings einen „Umweg“ über die Rhonemündung macht, weshalb ich einige Zeit eine direktere Route einem Nebenkanal folgend wähle. Später erreiche ich dann wieder den Rad- und Inline-Skater Weg auf dem Rhonedamm, welcher bis vor St.-Maurice direkt dem Fluss folgt. Dann folgt ein kurzes Stück unschöne Hauptstrassen-Route, hier gibt es anscheinend keine vernünftige Optionen für die Velofahrer. Die letzten Kilometer ab Evonniaz verlaufen dann jedoch wieder auf einem separaten Radweg dem Fluss entlang. Nach knapp 130 Kilometer erreiche ich erst nach 18 Uhr mein Hotel am Ortsrand von Martigny.

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